Repertorium › Arzneimittel im Repertorium
Ailanthus glandulosa (Ail.)
Ailanthus glandulosa (Ail.) steht im Repertorium in 155 Rubriken. Davon sind 9 Single-Rubriken, in denen nur dieses Mittel steht, und 6 kleine Rubriken mit höchstens zwei weiteren Mitteln. Die Schwerpunkte liegen beim Gedächtnis, dem Delirium, den Wahnideen, der Bewusstlosigkeit und der Benommenheit. Aus ihnen ergibt sich das Bild eines getrübten, delirierenden Zustands bei schweren Infektionen.
Benommenheit und Bewusstsein
Betäubung und Benommenheit stehen im Vordergrund. Sie sind mit Blutandrang zum Kopf und, als Single-Rubrik, mit Völlegefühl im Gehirn verbunden. Hinzu kommen Bewusstlosigkeit, Stupor und ein halbbewusster Zustand, der in einer Single-Rubrik bei Scharlach verzeichnet ist. Bei Kindern erscheint die Bewusstlosigkeit bei Diphtherie. Die Gleichgültigkeit ist stoisch gegenüber dem, was geschieht.
Delirium und Wahnideen
Das Delirium ist mit fünfzehn Rubriken vertreten; Single-Rubriken nennen das Delirium mit glänzenden, strahlenden Augen und die Besserung durch Erbrechen. Unter den Wahnideen steht die Vorstellung, Tiere kröchen auf der Person, und Ratten liefen das Bein hinauf. Die Furcht, geisteskrank zu werden, tritt mit Jucken auf.
Gedächtnis
Das Gedächtnis liefert die meisten Rubriken. Eigentümlich ist die Single-Rubrik, in der die Person sich an vergangene Ereignisse erinnert, „als wären sie anderen geschehen oder als hätte man davon gelesen“. Dies passt zu einer Entfremdung vom eigenen Erleben.
Zusammenfassung
Ail. zeigt das Bild einer fieberhaften, getrübten Verfassung mit Delirium, Benommenheit, Bewusstlosigkeit und Entfremdung vom Gedächtnis, in der Wahnbilder von kriechenden Tieren auftreten. Die Datenlage ist mit wenigen Single-Rubriken eher knapp.
Alle Rubriken dieses Mittels, die Arzneimittellehre und die Fallarbeit finden Sie in Rathmer’s Repertorium.
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