Repertorium › Arzneimittel im Repertorium
Ammonium causticum (Am‑caust.)
Ammonium causticum (Am‑caust.) steht im Repertorium in 59 Rubriken. Single-Rubriken und kleine Rubriken mit höchstens zwei weiteren Mitteln gibt es nicht. Die Schwerpunkte liegen bei der Furcht, bei der Stimme und der Sprache, dazu bei Selbstvertrauen, Spott und Unruhe. Die Einträge lassen das Bild eines unsicheren, furchtsamen Menschen mit gestörter Stimme erkennen.
Furcht
Die Furcht stellt den größten Block und richtet sich auf Operationen, das Fliegen, Fremde, offene Plätze, Menschenmengen, Krebs, Krankheit und Misserfolg. Daneben steht die grundlose, unbestimmte Furcht. Ein Teil dieser Ängste betrifft den Raum und die Menge, ein anderer das eigene Versagen; die Angst in Bezug auf die Zukunft schließt sich an. Das Selbstvertrauen fehlt, und es besteht der Wunsch nach „Unterstützung, Zuwendung“.
Stimme und Sprache
Stimme und Sprache sind eigens betroffen: Die Stimme ist leise, schwach, tief, rauh, unterbrochen oder flüsternd, die Sprache undeutlich, schwach und belegt, bis zum Verlust der Sprache und zur Aphonie. Man kann darin eine Entsprechung zur Unsicherheit sehen, ohne dass die Rubriken dies selbst aussprechen.
Spott und Rückzug
Auf der anderen Seite stehen Zynismus, Hass und beißender Spott, aber auch Langsamkeit, Demenz, vermindertes Orientierungsgefühl, Koma und Suizidneigung. Unentschlossenheit und Ruhelosigkeit begleiten dieses Bild.
Zusammenfassung
Furcht und Unsicherheit prägen das Mittel, die Stimme versagt, und die Haltung kippt gelegentlich in Spott oder Hass. Da spezifische Rubriken fehlen, bleibt die Zeichnung allgemein.
Alle Rubriken dieses Mittels, die Arzneimittellehre und die Fallarbeit finden Sie in Rathmer’s Repertorium.
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