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Asa foetida (Asaf.)

Asa foetida (Asaf.) steht im Repertorium in 260 Rubriken. Davon sind 15 Single-Rubriken, in denen nur dieses Mittel steht, und 12 kleine Rubriken mit höchstens zwei weiteren Mitteln. Die Schwerpunkte liegen bei der Hysterie, der Angst und der Erregung, dazu bei der Stimmung, dem Bewusstsein und der Unentschlossenheit; in der Gesamtzahl herrschen Furcht und Angst vor. Das Bild ist das einer nervösen Erregbarkeit, die sich im Körper festsetzt und mit unterdrückten Absonderungen zusammenhängt.

Hysterie und unterdrückte Absonderungen

Die Hysterie ist das Kernthema. Die Rubriken verknüpfen sie mit Darmbeschwerden, mit tiefgreifender, skrofulöser Konstitution, Psora oder Syphilis, und mit dem Zustand nach der Unterdrückung von Absonderungen. Dieselbe Verbindung findet sich bei der Erregung: Sie tritt nach unterdrückter Leukorrhoe auf, was als Single-Rubrik verzeichnet ist. Das lässt sich lesen als Hinweis, dass ein Stau im Körper ins Gemüt ausweicht und es in Unruhe versetzt.

Angst und Furcht

Die Angst steht in engem Zusammenhang mit dem Körper. Sie wechselt mit Gelenkschmerzen, sie entsteht durch Erregung mit Herzirritation und tritt als nervöse Angst bei nervösen Anfällen auf; nach dem Essen erscheint sie als qualvolle Angst. Die Furcht steigt vom Abdomen auf. Auch die Beschwerden des Abdomens sind eigens als Rubrik verzeichnet. Die Seele reagiert hier wie ein Organ.

Wechsel und Unruhe

Die Stimmung ist unbeständig. Eine Single-Rubrik beschreibt, dass sie bei Berührung plötzlich umschlägt, und es kommt zu Ausbrüchen von Freude mit Gelächter, zu Anfällen von Kummer und zu Gleichgültigkeit, die in Gereiztheit umschlägt. Die Person geht hin und her, und die Unentschlossenheit lässt im Freien nach. Nach dem Koitus kann sie bewusstlos werden. Die Wahnidee, das Gehirn werde enger und ziehe sich zusammen, ergänzt das Bild.

Chorea

Auffällig ist eine Gruppe von Single-Rubriken, in denen bei Chorea die Klarheit des Geistes erhalten bleibt: ein sehr klares Bewusstsein, Klarheit der Gedanken und ein Reichtum an Ideen. Während der Körper unruhig ist, bleibt der Geist hell.

Zusammenfassung

Das Mittelbild zeigt eine reizbare, sprunghafte Nervosität, die an körperliche Vorgänge gebunden bleibt: an unterdrückte Ausscheidungen, an den Darm und an das Herz. Angst und Hysterie verlaufen entlang dieser Linien, und die Stimmung kippt schon bei geringem Anlass.

Alle Rubriken dieses Mittels, die Arzneimittellehre und die Fallarbeit finden Sie in Rathmer’s Repertorium.

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