Repertorium › Arzneimittel im Repertorium
Bufo rana (Bufo)
Bufo rana (Bufo) steht im Repertorium in 523 Rubriken. Davon sind 36 Single-Rubriken, in denen nur dieses Mittel steht, und 34 kleine Rubriken mit höchstens zwei weiteren Mitteln. Die Schwerpunkte liegen bei Lachen, Kindern, Angst, Gleichgültigkeit, Schreien und Sprache. Das Bild ist das eines Menschen mit eng begrenzter Begabung, kindlich im Verhalten, der zu Krämpfen neigt, lacht, schreit und klagt, sich zurückzieht und im Alleinsein von Trieb und Wut beherrscht wird.
Lachen, Schreien und Konvulsionen
Das Lachen ist vielfältig. Es ist krampfhaft und kichernd, tritt vor, während und nach epileptischen Konvulsionen auf, und ein Kichern gilt Kleinigkeiten. Das Schreien wechselt mit Klagen, geht bis zur Bewusstlosigkeit und läuft schreiend durch das Haus; Klagen wechselt mit gellendem Schreien, Jammern mit Weinen. Die Sprache wird vor epileptischen Konvulsionen unverständlich und geht im Stupor verloren. Bei Säuglingen entstehen Konvulsionen, die der Zorn oder Schreck der stillenden Mutter auslöst; nur dieses Mittel steht bei dieser Verbindung. Seufzen geht Konvulsionen voraus, und Reizbarkeit bei Kindern geht ihnen vorauf.
Begrenzte Begabung und kindliches Wesen
Eine auffällige Gruppe betrifft Verstand und Entwicklung. Nur für dieses Mittel stehen die gute Intelligenz auf einem kleinen Gebiet und das gute Gedächtnis in einem engen, eingegrenzten Gebiet; die kleinen Rubriken führen einseitige Begabung und einseitige Intelligenz. Dem steht Idiotie gegenüber, mit idiotischen Handlungen, und ein kindischer Körperwuchs, bei dem nur der Körper wächst. Die Person verhält sich kindisch, ist archaisch und äußert sich wenig. Eigentümlich ist eine Neigung zum sonderbaren Dichten, zu Versen und Reimen. Sie spricht mit Pflanzen. Die Monomanie tritt bei Kindern auf.
Alleinsein, Trieb und Scham
Die Rubriken zum Alleinsein sind unmissverständlich: Die Person gerät in Raserei, wenn sie allein ist, hat den Wunsch, früh ins Bett zu gehen, um zu masturbieren, und zieht sich zu diesem Zweck von der Gesellschaft zurück. Schamlos ist sie während der Masturbation, und Idiotie folgt nach ihr. Die Sexualität erscheint zwanghaft. Auffällig ist ferner, dass die Person Kuhmist, Schlamm und Speichel aufleckt.
Reize und Abneigungen
Es gibt Abneigungen: gegen die Nacht, gegen glänzende Gegenstände, die gemieden werden, gegen den Zustand, unverstanden zu sein. Die Empfindlichkeit richtet sich gegen klassische Musik, und die Angst entsteht durch Musik; zugleich besteht bei gestillten Säuglingen das Verlangen nach Musik. Beim Erwachen herrscht übermäßige Freude. Auch das Essen ist heikel. Die qualvolle Angst steht bei Meningitis mit roten und purpurfarbenen Streifen auf Nacken und Rücken.
Wahnideen
Es gibt nur wenige Wahnideen: das Haus sei umgedreht, und die Person werde in Ohnmacht fallen, wenn sie weiter zögert, mit Leeregefühl im Magen. Das Delirium tritt mit heißem Kopf auf, und Gleichgültigkeit zeigt sich bei Fieber mit Hitze und kalten Füßen, nach Koma und bei heißem Kopf.
Zusammenfassung
Das Bild von Bufo rana verbindet Krampfneigung, Lachen und Schreien mit einer eng begrenzten Begabung bei kindlichem Wesen und mit einem im Alleinsein enthemmten Trieb. Die zahlreichen Single-Rubriken zu Dichten, Intelligenz und Konvulsionen bei Säuglingen machen das Mittel unterscheidbar. Ein King-Pin-Symptom ist in den vorliegenden Daten nicht ausgewiesen.
Alle Rubriken dieses Mittels, die Arzneimittellehre und die Fallarbeit finden Sie in Rathmer’s Repertorium.
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