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Chininum sulphuricum (Chinin‑s.)

Chininum sulphuricum (Chinin‑s.) steht im Repertorium in 230 Rubriken. Davon sind 14 Single-Rubriken, in denen nur dieses Mittel steht, und 12 kleine Rubriken mit höchstens zwei weiteren Mitteln. Die Schwerpunkte der spezifischen Rubriken liegen bei Aktivität, Faulheit und Wahnideen, dazu bei Gedächtnis, Sprache und Willen. Das Gesamtbild ist das eines Menschen, dessen Kräfte nach der Tageszeit auf und ab gehen und dessen Angst, Unruhe und Delirium sich an einem erschöpften Körper entzünden.

Der Rhythmus des Tages

Der Tag teilt sich in Matt und Wach. Morgens und mittags herrschen Faulheit, am Morgen schon beim Erwachen, und ein Stupor. Am Abend schlägt die Stimmung um in Tätigkeit: eine Single-Rubrik nennt Verlangen nach Aktivität um 21 Uhr nach dem Gehen im Freien, eine zweite geistige Aktivität zur selben Stunde, und kleine Rubriken verzeichnen abends viele Pläne. Dazwischen liegen vormittags Eigensinn und Erregung, nachmittags eine Ruhelosigkeit um 17 Uhr und die Furcht vor Unheil. Nach dem Schlaf bricht Zorn auf, nachts weckt Weinen.

Verlust von Wort und Wille

Eine zweite Gruppe betrifft die Fähigkeit, sich auszudrücken und zu behaupten. Das Gedächtnis verliert die Namen von Gegenständen, die Sprache versagt: „Sprache – schwierig – Namen nicht aussprechen, kann“. Beim Gehen schwindet der Wille. Im Halbbewusstsein bei Spinalreizung und in der Bewusstlosigkeit unter der Geburt greift der Körper in das Seelische ein.

Bilder des Deliriums

Im Delirium springt die Person aus dem Bett. Die Wahnideen betreffen den Kopf: Er scheint nach hinten zu fallen oder sich wie ein Mühlrad zu drehen. Die Angst, die in der Gesamtzahl vorn steht, tritt als qualvolle Angst beim Schweiß auf und bei der asiatischen Cholera.

Körper und Kinder

Auch die körperliche Auszehrung findet ihre Rubrik: Magersucht mit Übelkeit und, bei Kindern, die Gedeihstörung in Verbindung mit Angina pectoris.

Zusammenfassung

Chininum sulphuricum zeigt im Repertorium ein Gemüt, das morgens schwer anspringt, abends zu spät und zu viel plant und unter Erschöpfung die Sprache und den Willen verliert. Die Rubriken verbinden das Seelische durchgängig mit dem Zustand des Körpers.

Alle Rubriken dieses Mittels, die Arzneimittellehre und die Fallarbeit finden Sie in Rathmer’s Repertorium.

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