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Cotyledon umbilicus (Cot.)

Cotyledon umbilicus (Cot.) steht im Repertorium in 54 Rubriken. Davon sind 8 Single-Rubriken, in denen nur dieses Mittel steht, und 2 kleine Rubriken mit höchstens zwei weiteren Mitteln. Die Schwerpunkte liegen bei Wahnideen, Sprache und Wildheit; auffallend ist, dass fünf der acht Single-Rubriken das Erwachen betreffen.

Das Erwachen

Das Erwachen ist hier der Ort, an dem das Mittel hervortritt. Beim Erwachen ist die Sprache schwierig und undeutlich, und es fällt schwer, überhaupt zu artikulieren, eine Zeit lang. Hinzu kommt Unbesonnenheit am Morgen. Nachts, beim Erwachen, zeigt sich Wildheit. Die Wahnvorstellung, den Verstand zu verlieren oder verrückt zu werden, gehört in dieselbe Lage: „Wahnideen – Verstand – verlieren, verrückt werden, sie/er werde ihren/seinen Verstand – Erwachen, beim“. Man kann darin einen Menschen sehen, der aus dem Schlaf nicht heil herausfindet, sondern halb bewusst, ungeordnet und angstvoll in den Zustand tritt.

Wahnideen, Weinen, Verwirrung

Die weiteren Wahnideen betreffen den Körper und das Weinen. Verzeichnet sind die Vorstellung, einen Tränenausbruch zu bekommen oder zu weinen, und die Vorstellung, Körperteile würden fehlen. Daneben stehen geistige Verwirrung, Bewusstlosigkeit, Gedächtnisstörung, Ruhelosigkeit, Hysterie und Beschwerden durch Erregung.

Zusammenfassung

Cotyledon umbilicus erscheint als Mittel des gestörten Übergangs: Zwischen Schlaf und Wachsein sind Sprache, Besonnenheit und Verstandesgewissheit angegriffen, und Weinen und Körpergefühl geraten ins Wahnhafte. Die kleine Rubrikenzahl verlangt zurückhaltende Deutung.

Alle Rubriken dieses Mittels, die Arzneimittellehre und die Fallarbeit finden Sie in Rathmer’s Repertorium.

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