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Ginkgo biloba (Gink-b)

Ginkgo biloba (Gink-b) steht im Repertorium in 147 Rubriken. Davon sind 9 Single-Rubriken, in denen nur dieses Mittel steht, und 7 kleine Rubriken mit höchstens zwei weiteren Mitteln. Die Schwerpunkte liegen bei der Traurigkeit, die mit 15 Rubriken die größte Hauptrubrik bildet, dazu bei Konzentration, Reizbarkeit, Fehlern, Furcht und Gedächtnis. Das Bild ist das einer Person, deren Traurigkeit zwischen Tag und Abend wechselt und deren Konzentration und Gedächtnis schwanken.

Traurigkeit und Wechsel

Die Traurigkeit ist in 15 Rubriken verzeichnet und häufig mit einem Wechsel verbunden. Eine Single-Rubrik beschreibt die Abfolge: „abends – abwechselnd mit – Fröhlichkeit – tagsüber“. Eine andere verbindet Traurigkeit mit Fettleibigkeit. Die Traurigkeit wechselt ferner mit Lungenentzündung und Pleuropneumonie, die in Single-Rubriken aufgeführt sind.

Konzentration, Gedächtnis und Fehler

Die Konzentration ist in acht Rubriken verzeichnet, das Gedächtnis in fünf. Fehler, die die Person macht, sind in sieben Rubriken verzeichnet. Eine Single-Rubrik beschreibt eine Zerstreutheit beim Autofahren. Diese kognitiven Rubriken bilden einen eigenen Schwerpunkt neben der Stimmung.

Reizbarkeit und Furcht

Die Reizbarkeit ist in acht Rubriken verzeichnet, die Furcht in sechs. Eine Single-Rubrik beschreibt Zorn beim Hören anderer Menschen, die sprechen. Eine kleine Rubrik zur Ungeduld bezieht sich auf die Arbeit. Die Abneigung gegen Gesellschaft ist mit Stumpfheit verbunden.

Haare und Wahn

Ein auffälliges Muster sind die Haare: Das Verlangen, die Haare geschnitten zu bekommen, ist in zwei kleinen Rubriken verzeichnet, eine davon bei Kindern, und zwar kurz und stoppelig. Die Wahnidee, ein alter Mann zu sein, ist in einer kleinen Rubrik festgehalten: „sein, ein alter Mann zu“.

Zusammenfassung

Ginkgo biloba erscheint im Repertorium als Mittel einer wechselnden Traurigkeit, begleitet von Konzentrations- und Gedächtnisschwäche. Reizbarkeit, Furcht und Zerstreutheit treten hinzu. Das Verlangen nach kurzen Haaren und die Wahnidee des Alterns sind einzelne, deutlich abgesetzte Züge des Bildes.

Alle Rubriken dieses Mittels, die Arzneimittellehre und die Fallarbeit finden Sie in Rathmer’s Repertorium.

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