Repertorium › Arzneimittel im Repertorium
Lycopus virginicus (Lycps‑v.)
Lycopus virginicus (Lycps‑v.) steht im Repertorium in 58 Rubriken. Davon sind 4 Single-Rubriken, in denen nur dieses Mittel steht, und 6 kleine Rubriken mit höchstens zwei weiteren Mitteln. Die Schwerpunkte liegen bei der geistigen Aktivität, den Gedanken, dem Seufzen und den Einfällen. Es ergibt sich das Bild eines Geistes, der am Abend und in den frühen Morgenstunden nicht zur Ruhe kommt.
Der unruhige Geist
Die Aktivität des Geistes ist das beherrschende Thema; sie ist die am häufigsten vertretene Hauptrubrik. Eine Single-Rubrik hält die ruhelose geistige Aktivität am Abend fest, kleine Rubriken nennen sie am Morgen und nachts um fünf Uhr, und das Verlangen nach geistiger Anstrengung kehrt um dieselbe Stunde wieder. Der Tag gerät so an beiden Enden in Bewegung. Dem steht ein Mangel an Einfällen während der Menses gegenüber, und neben Reichtum an Gedanken finden sich Stumpfheit und Benommenheit.
Seufzen und Zwang
Das Seufzen bindet sich an den Abend, in einer Single-Rubrik sogar an eine Uhrzeit: „Seufzen – abends – 19 Uhr“. Eine zweite Single-Rubrik beschreibt einen Zwang, dem sich die Person ausgesetzt glaubt: „Wahnideen – berühren – gezwungen, alles zu berühren, sie/er wäre“. Eine kleine Rubrik schließlich nennt die Reizbarkeit bei Diabetes.
Zusammenfassung
Die wenigen spezifischen Rubriken fügen sich zu einem Abend- und Morgenbild: Der Geist arbeitet, wenn er ruhen sollte, und äußert sich in Seufzen und in dem Drang, die Dinge zu berühren.
Alle Rubriken dieses Mittels, die Arzneimittellehre und die Fallarbeit finden Sie in Rathmer’s Repertorium.
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