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Magnesium muriaticum (Mag‑m.)

Magnesium muriaticum (Mag‑m.) steht im Repertorium in 538 Rubriken. Davon sind 29 Single-Rubriken, in denen nur dieses Mittel steht, und 33 kleine Rubriken mit höchstens zwei weiteren Mitteln. Die Schwerpunkte liegen bei den Wahnideen, der Angst, der geistigen Verwirrung, der Ruhelosigkeit, den Antworten und der Hysterie. Das Bild ist das eines Menschen, der aus Friedensliebe Auseinandersetzungen scheut, zu viele Aufgaben übernimmt und alles aushalten zu müssen glaubt, dessen Angst und Unruhe nachts und beim Schließen der Augen zunehmen und der unter Disharmonie in der Familie leidet.

Frieden, Pflicht und Überlastung

Das Gemüt zeigt ein ungewöhnlich konsistentes Muster. Nur dieses Mittel steht bei der Friedensliebe, bei der Empfindlichkeit gegen Auseinandersetzung, bei der Übernahme zu vieler Aufgaben und bei dem Gefühl, alles aushalten zu müssen. Die kleinen Rubriken ergänzen es um den Glauben, die Wünsche anderer erfüllen zu müssen, um die Angst, die Arbeit nicht zu schaffen, und um eine geschäftige Beschäftigung mit sich selbst. Das Selbstvertrauen fehlt, und die Person möchte Unterstützung und Zuwendung durch Familie und Freunde. Beschwerden entstehen durch Disharmonie und Uneinigkeit zwischen den eigenen Eltern. Die Wahnidee, von anderen zu einer Leistung gedrängt zu werden, passt dazu, ebenso die Empfindlichkeit gegen leichte Berührung.

Nächtliche Angst und Unruhe

Die Angst hat einen deutlichen Zeitrahmen. Als Single-Rubriken stehen die Angst nachts im Bett, abends im Bett beim Schließen der Augen, bis Mitternacht im Bett und beim Mittagessen. Verwandt ist die Ruhelosigkeit, die nachts nach Mitternacht beim Schließen der Augen zunimmt. Die Angst wird durch Aufstoßen gebessert und tritt beim Lesen auf; Phantasien kommen beim Lesen. Bewusstlosigkeit droht abends beim Hinlegen, und im Schlaf wird ängstlich gesprochen. Die Furcht gilt Leberleiden und tritt nach dem Mittagessen auf.

Verwirrung, Stumpfheit und Mittagessen

Die geistige Verwirrung erscheint beim Mittagessen und wie berauscht beim Erwachen; Einhüllen des Kopfes bessert sie. Auch Stumpfheit tritt beim Mittagessen auf, das Weinen nach dem Mittagessen und bei Übelkeit; vor dem Essen herrscht Traurigkeit. Abends sind Langeweile und Langsamkeit verzeichnet, tagsüber Schläfrigkeit mit Torpor. Die Antworten kommen am Morgen unwillig. Die Geisteskrankheit bessert sich durch Aufstoßen.

Wahnideen

Die Wahnideen sind eigentümlich: Die Person sieht alt aus, hört ein Brummen wie von einem Bären und glaubt, jemand lese hinter ihr her, weshalb sie schneller lese. Sie schaukelt in der Luft, blickt über Wolken und Felsen hinweg und fühlt Schwindel. Eine Hysterie tritt nach reichlichen Menses auf und mit Metrorrhagie, die Aphonie nach unterdrückter Empörung und nach Zorn. Kleine Rubriken nennen Kleptomanie von Süßigkeiten und ein chaotisches Verhalten mit Ruhelosigkeit.

Zusammenfassung

Das Bild von Magnesium muriaticum verbindet Friedensliebe, Überlastung und Anpassung an fremde Erwartungen mit einer Angst, die sich nachts und beim Schließen der Augen steigert, und mit Verwirrung beim Mittagessen. Die Single-Rubriken zu Aufgaben, Auseinandersetzung und Aushalten bilden den Kern. Ein King-Pin-Symptom ist in den vorliegenden Daten nicht ausgewiesen.

Alle Rubriken dieses Mittels, die Arzneimittellehre und die Fallarbeit finden Sie in Rathmer’s Repertorium.

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