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Moschus moschiferus (Mosch.)

Moschus moschiferus (Mosch.) steht im Repertorium in 459 Rubriken. Davon sind 42 Single-Rubriken, in denen nur dieses Mittel steht, und 27 kleine Rubriken mit höchstens zwei weiteren Mitteln. Die Schwerpunkte liegen bei den Wahnideen, der Angst, der Furcht, dem Klagen, der Aktivität, dem Schimpfen und den Gesten. Das Bild ist das eines Menschen, der von Angst und Furcht erfasst wird, in Anfällen von Schimpfen bis zur Ohnmacht gerät, bei Schwäche dennoch geschäftig bleibt und sich von Verstümmelung und Stürzen bedroht fühlt.

Schimpfen bis zur Ohnmacht

Das auffälligste Merkmal ist das Schimpfen. Eine Single-Rubrik beschreibt, dass die Person schimpft, „bis die Lippen blau und die Augen starr sind“ und sie in Ohnmacht fällt. Die Rubriken wiederholen es unter Beleidigen und Schmähen und fügen hinzu, dass bis zur Erschöpfung geschimpft wird und Schwäche folgt. Verwandt ist die Streitsucht: mit weinerlichem Ärger, mit blassem Gesicht oder mit starren Augen, Hitze des Gesichts, blauen Lippen und trockenem Mund. Ungeduld tritt vor Konvulsionen auf, und es gibt das Gefühl, als sollte man zornig sein.

Angst, Klagen und Hysterie

Die Angst ist grundlos und qualvoll und führt zur Ohnmacht. Die Person klagt bei der Angst über Herzklopfen und kann nicht sagen, was ihr fehlt; sie klagt auch in der Schwangerschaft. Die Angst verhindert die Arbeit, sie tritt bei Keuchhusten auf, auch während der Anfälle. Furcht besteht vor dem Sterben im Bett beim Liegen, vor dem Tod mit blassem Gesicht und davor, jemanden zu stören; dazu kommt die Angst, bloßgestellt zu werden. Hysterie, Lachen und Weinen sind häufig. Das Lachen ist krampfhaft und unkontrollierbar, die Person redet von Tod, und Katalepsie tritt vor und während der Menses auf.

Schwäche und Geschäftigkeit

Ein eigentümlicher Widerspruch liegt in der Aktivität: geistige Aktivität bei körperlicher Erschöpfung, kreative geistige Aktivität bei körperlicher Schwäche, Verlangen nach Aktivität bei Schwäche sowie Geschäftigkeit trotz Mattigkeit. Die Sprache ist hastig, eilig und laut; nach Blutandrang im Kopf wird verwirrt und eilig gesprochen. Die Person spricht gestikulierend mit sich selbst, kämpft mit den Händen, legt unwillkürlich die Hände übereinander und spielt mit den Knöpfen der Kleidung. Sie bittet inständig um Stille.

Wahnideen

Die Wahnideen betreffen Stürze und Verstümmelung. Die Person glaubt, in die Luft erhoben zu werden und herabzufallen, so erhaben zu sein, dass sie fallen werde, schnell zu kreisen, bis sie einen Luftzug wahrnimmt, und große schwarze Gestalten zu sehen, die sie anfallen wollen. Finger und Zehen seien abgeschnitten, sie habe zwei Köpfe, könne nicht hören, sei blind, werde von allen behindert, und alle seien gegen sie. Die Schizophrenie-Rubrik beschreibt eine grünlich-gelbe Zungenfarbe.

Empfindlichkeit und Körper

Die Empfindlichkeit gegen Gerüche wird durch Moschus gebessert. Abscheu besteht bei Schwindel, Ruhelosigkeit bei Verdauungsbeschwerden und bei Asthma, die sexuelle Hypochondrie bei Enthaltsamkeit. Mittags ist die Person geistesabwesend, im Freien bewusstlos.

Zusammenfassung

Das Bild von Moschus moschiferus ist das eines Menschen, dessen Angst, Zorn und Furcht bis zur Ohnmacht eskalieren, der trotz Schwäche geschäftig und gestikulierend bleibt und sich von Stürzen und Verstümmelung bedroht erlebt. Die große Zahl von Single-Rubriken zu Schimpfen, Angst und Wahnideen macht diese Eigenart unterscheidbar. Ein King-Pin-Symptom ist in den vorliegenden Daten nicht ausgewiesen.

Alle Rubriken dieses Mittels, die Arzneimittellehre und die Fallarbeit finden Sie in Rathmer’s Repertorium.

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