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Naja tripudians (Naja)

Naja tripudians (Naja) steht im Repertorium in 291 Rubriken. Davon sind 19 Single-Rubriken, in denen nur dieses Mittel steht, und 16 kleine Rubriken mit höchstens zwei weiteren Mitteln. Die Schwerpunkte liegen bei den Wahnideen, der Suizidneigung, dem Grübeln, bei Kummer und Traurigkeit sowie bei der Furcht. Aus ihnen ergibt sich das Bild eines Menschen, der sich überflüssig fühlt, über eingebildete Übel grübelt und dessen Gedanken ins Selbstzerstörerische kippen.

Grübeln und Suizidneigung

Das Grübeln ist ein eigener Block. Verzeichnet sind das Brüten über Unangenehmes im Allgemeinen, über eingebildete Krankheiten und über eingebildete Probleme, und eine kleine Rubrik verbindet es mit der Suizidneigung. Die Suizidneigung selbst tritt mit Grübeln auf und mit dem Wechsel von Manie und Melancholie. Als Single-Rubrik steht sie in der Verbindung mit einer Axt: „Suizidneigung, Neigung zum Selbstmord – Axt, mit einer“. Daneben besteht die Rubrik zum Wahn, sich plötzlich mit einer Axt den Kopf zu spalten.

Traurigkeit und Selbstwert

Die Traurigkeit hat eine eigene Färbung. Die Person hat das Gefühl, alles falsch gemacht zu haben, fühlt sich überflüssig, und bei Kindern erscheint die Selbstherabsetzung als Mangel an Selbstvertrauen. Wie aus einem Zwang heraus muss sie alles erdulden. Kummer und Trauer greifen in den Körper: Sie verursachen Drängen und Angst in der Herzgegend und scharf beißenden Rückenschmerz. Die Todesfurcht gilt entsprechend den Schmerzen in der Herzgegend, und Schreien verbindet sich mit der Überzeugung, keine Luft mehr zu bekommen und sterben zu müssen.

Wahnideen

Die Wahnideen kreisen um Schwund und Bedrohung. Die Person fühlt sich dahinschwinden, glaubt verhungert zu sein, meint, die Organe zögen sich zusammen, und erlebt, wie es regnet oder wie sie in einem Regenschauer steht. Sie glaubt, am Kopf anhaltend verletzt zu werden, auch durch die Umgebung, und ihre Pflichten während der Kopfschmerzen vernachlässigt zu haben. Geistige Anstrengung führt zu chronischen Beschwerden, und das Bewusstsein ist teils durch Lähmung getrübt.

Zusammenfassung

Naja tripudians erscheint im Repertorium als ein Mittel des Selbstzweifels, der in Gedanken an Schuld, Schwund und Selbstvernichtung umschlägt. Die Person grübelt, beurteilt sich als überflüssig und verfehlt, und was sie belastet, spürt sie am Herzen, am Kopf und im Rücken.

Alle Rubriken dieses Mittels, die Arzneimittellehre und die Fallarbeit finden Sie in Rathmer’s Repertorium.

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