Repertorium › Arzneimittel im Repertorium
Oleander (Olnd.)
Oleander (Olnd.) steht im Repertorium in 236 Rubriken. Davon sind 7 Single-Rubriken, in denen nur dieses Mittel steht, und 10 kleine Rubriken mit höchstens zwei weiteren Mitteln. Die Schwerpunkte liegen bei den Wahnideen, den Beschwerden durch bestimmte Ursachen, den Gedanken, der Sprache, dem Gedächtnis und der Konzentration. Es zeigt sich ein Geist, der leicht ermüdet und schon bei geringem Denken ins Schwimmen gerät.
Der überforderte Verstand
Der Verstand wird schwach, sobald er sich anstrengt. Die Verwirrung tritt beim Lesen ein, wenn die Person etwas zu begreifen versucht: „Verwirrung, geistige – Lesen, beim – begreifen versucht, wenn sie/ er zu“. Dasselbe Muster zeigt sich beim Denken, das die Verwirrung verschlimmert, und bei der Meditation, nach der Beschwerden entstehen. Gedankenandrang tritt bei der Arbeit und beim Lesen auf, und übertriebene, hochfliegende Phantasien kommen bei der Arbeit.
Schwäche und Schwanken
Die Schwäche ist das Gegengewicht. Die Wahnidee, zu taumeln, wird aus Schwäche verzeichnet, und das Weinen aus Schwäche tritt ohne erkennbaren Grund auf. Zur Traurigkeit gehört der Mangel an Selbstvertrauen. Als einzige Single-Rubrik in diesem Feld bessert Alkohol, „Alkoholische Getränke – amel.“.
Träume und Furcht
Allein dieses Mittel kennt das Träumen von einer poetischen Zukunft; die kleine Rubrik gilt dem Träumen von der Zukunft überhaupt. Die Furcht vor dem Tod hat ein ungewöhnliches Gesicht: Sie tritt durch Schmerzen in den Zähnen auf, „Furcht, Phobie – Tod, vor dem – Zahnschmerzen, bei“.
Zusammenfassung
Zukunftsträume und hochfliegende Einfälle stehen neben Schwäche, Zerstreutheit und einem Verstand, der der eigenen Anstrengung nicht gewachsen ist. Das Bild beruht auf wenigen, aber einheitlich gerichteten Rubriken.
Alle Rubriken dieses Mittels, die Arzneimittellehre und die Fallarbeit finden Sie in Rathmer’s Repertorium.
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