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Palladium metallicum (Pall.)

Palladium metallicum (Pall.) steht im Repertorium in 276 Rubriken. Davon sind 8 Single-Rubriken, in denen nur dieses Mittel steht, und 25 kleine Rubriken mit höchstens zwei weiteren Mitteln. Die Schwerpunkte liegen bei den Wahnideen, der Furcht, dem Eigensinn und der Fröhlichkeit, dazu bei Kindern, Reizbarkeit und Beschwerden durch Kränkung. Aus ihnen ergibt sich das Bild eines Menschen, der sich über andere erhebt und doch auf deren Urteil angewiesen bleibt.

Erhöhung

Die Wahnideen kreisen um Größe. Die Person fühlt sich allmächtig, adlig, ein Prinz; andere erscheinen erniedrigt und klein, während sie selbst groß ist, und beim Gehen wird sie größer. Das Überhebliche zeigt sich auch im Verhalten: Aufblasen, Hochmut bei Frauen, Keckheit, die Ausrichtung an Äußerlichkeiten. Die Vorstellung vom eigenen Rang lässt sich lesen als Antwort auf ein Gefühl, das darunter liegt, nämlich nicht gewürdigt zu werden.

Abhängigkeit vom Urteil

Die Furcht gilt dem Gerede: Die Person fürchtet, dass man über sie spreche. Die Gesellschaft belebt sie, nach ihr kommt jedoch die Erschöpfung, und dies ist als Single-Rubrik verzeichnet. Eine weitere Single-Rubrik zeigt die Mühe der Maske: Sie versucht, „freundlich zu erscheinen“ und liebenswürdig, obwohl sie eigensinnig ist. Das Fluchen in heftigen, derben Ausdrücken steht dem gegenüber und bezeugt, was dahinter liegt.

Das Leere und das Drohende

Dem Aufgeblähten entspricht die Wahnidee, der ganze Körper sei hohl, begleitet vom Leeregefühl. Dazu stehen die Furcht vor etwas Schrecklichem, die Vorstellung, Hunde würden angreifen und Fleisch und Knochen abnagen, sowie die Unfähigkeit, etwas zu berühren, die als Täuschung beschrieben ist.

Erwähnenswert sind schließlich der zwanghafte Rededrang, die gewaltsame, heftige Sprache und die Schreckhaftigkeit: Auffahren und Erregung bestimmen das Bild ebenso wie die Reizbarkeit, und das Vergnügen bessert. Auch Kinder und Beschwerden durch Kränkung sind breit besetzt.

Zusammenfassung

Das Mittel zeigt eine Erhöhung, die Beifall braucht: überheblich im Auftreten, hohl im Empfinden und verletzbar gegenüber dem, was andere sagen könnten. Gesellschaft nährt und erschöpft zugleich.

Alle Rubriken dieses Mittels, die Arzneimittellehre und die Fallarbeit finden Sie in Rathmer’s Repertorium.

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