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Raphanus sativus (Raph)

Raphanus sativus (Raph) steht im Repertorium in 132 Rubriken. Davon sind 13 Single-Rubriken, in denen nur dieses Mittel steht, und 14 kleine Rubriken mit höchstens zwei weiteren Mitteln. Die Schwerpunkte liegen bei Wahnideen, die mit 14 Rubriken die größte Hauptrubrik bilden, dazu bei Abneigung, Furcht, Manie und Sexualität. Das Bild ist das einer Person, die sich bedroht, getragen oder unerkannt krank fühlt und gegenüber Frauen und Mädchen eine ausgeprägte Abneigung zeigt.

Wahnideen des Getragenwerdens

Die Wahnideen betreffen zunächst die Bewegung. Zwei Single-Rubriken verzeichnen, dass die Person getragen wird und dabei mit einer anderen Person spricht, sie sei irgendwohin unterwegs. Eine weitere beschreibt das Gefühl, gleich einen Krampf zu bekommen. Die Wahnideen zur Krankheit verzeichnen eine unerkannte oder unheilbare Erkrankung, die die Person zu haben glaubt: „unerkannte Krankheit, sie/er habe eine“.

Abneigung und Furcht

Die Abneigung ist in acht Rubriken verzeichnet und richtet sich vor allem gegen Frauen. Eine Single-Rubrik hält dies gegen Frauen bei Frauen fest, eine andere verbindet sie mit einer Abneigung gegen Kinder: „Kinder bekommen, Kinder zu, Welt so schlecht ist, weil die“. Die Furcht gilt der drohenden Krankheit, und eine Rubrik beschreibt die Furcht vor einer unentdeckten Krankheit.

Manie, Sexualität und Hysterie

Die Manie ist in sechs Rubriken verzeichnet, eine Single-Rubrik ordnet die Launenhaftigkeit der Manie zu. Sexualität und Verhalten stehen in sechs Rubriken, darunter Nymphomanie bei Mädchen. Hysterie ist am ersten Tag der Menses verzeichnet, Sprechschwierigkeiten und Vergesslichkeit während der Menses.

Stimmung und Angst

Die Traurigkeit ist vormittags gebessert, die Hoffnung wechselt mit dem Weinen. Eine Single-Rubrik verbindet den Tod mit einer Vorahnung, die im Wechsel mit qualvoller Angst auftritt. Angst ist in vier Hauptrubriken verzeichnet, eine kleine Rubrik nennt die Angst bei eingeklemmter Blähung.

Zusammenfassung

Raphanus sativus erscheint im Repertorium als Mittel mit einem Wahn, der das eigene Befinden betrifft, und einer deutlichen Abneigung gegen Frauen und Mädchen. Die Furcht vor drohender oder unerkannter Krankheit tritt neben die Manie und die Hysterie. Das Bild ist das einer Person, die sich ständig bedroht erlebt und ihre Umgebung abwertet.

Alle Rubriken dieses Mittels, die Arzneimittellehre und die Fallarbeit finden Sie in Rathmer’s Repertorium.

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