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Syphilinum (Syph.)

Syphilinum (Syph.) steht im Repertorium in 451 Rubriken. Davon sind 23 Single-Rubriken, in denen nur dieses Mittel steht, und 32 kleine Rubriken mit höchstens zwei weiteren Mitteln. Die Schwerpunkte liegen bei Furcht und Angst, den Rubriken zu Kindern, dem Gedächtnis, den Fehlern und den Wahnideen. Das Bild ist das eines Menschen, der von Furcht vor der Nacht und vor dem Zustand beim Erwachen geprägt ist, dem Gedächtnis und Sprache zerfallen, der sich beziehungslos zu sich und der Umwelt erlebt und zu Zwang, Hoffnungslosigkeit und Nihilismus neigt.

Furcht, Nacht und Kontrolle

Die Furcht ist das größte Thema. Spezifisch sind die Furcht vor der Verschlimmerung beim Erwachen, die Furcht vor Unglück in der Nacht und die Furcht, nachts nicht im Bett liegen zu können. Dazu kommen die Furcht, die Tür könnte verschlossen sein, und die Furcht vor Multipler Sklerose sowie vor Leiden durch Erschöpfung beim Gehen. Nur dieses Mittel hat die Rubrik zum Überprüfen, ob die Türen abgeschlossen sind. Die Furcht berührt auch den Körper, denn die Angst tritt mit Abmagerung und als Panik auf und wird von Erschrecken durch Schmerzen begleitet. Der Zwang zeigt sich zudem im krankhaften Impuls zu waschen und in der Wahnidee vom Waschen.

Gedächtnis, Sprache und Lernen

Das Gedächtnis zeigt eine seltene Spaltung: Die Person erinnert sich an alles vor ihrer Krankheit, aber nicht an die Ereignisse des Tages und nicht an Gesichter. Die Aphasie tritt mit Herausstrecken der Zunge oder mit Lähmung der Zunge auf, und es werden die falschen Worte benutzt. Das Lernen fällt in Grammatik und in Mathematik schwer, das Rechnen ist langsam, und Zeitpunkte erscheinen weit entfernt. Ein Wahn, bald gelähmt zu werden, und die Wahnidee, nach Verwirrung das Bewusstsein zu verlieren, treten hinzu. Ebenso verzeichnet ist Geisteskrankheit bei Syphilis, und die Verzweiflung bei syphilitischer Neuralgie.

Beziehungslosigkeit und Hoffnungslosigkeit

Das Gemüt ist von Rückzug bestimmt. Nur dieses Mittel steht bei der Beziehungslosigkeit zu sich und zur Umwelt, bei der Gleichgültigkeit gegenüber der Zukunft und bei der schrecklichen, entsetzlichen Traurigkeit. Die kleinen Rubriken nennen ein Gefühl von Distanziertheit, von Aussichtslosigkeit, das Sich-Aufgeben, Nihilismus und das Gefühl, weit entfernt zu sein. Der Hass richtet sich auf gesunde Menschen. Auf der Seite der Entladung stehen das Amoklaufen und eine Manie, bei der die Hände ringend Tag und Nacht umhergelaufen wird. Alkoholismus wird als angeboren und als vererbt aufgeführt.

Kinder

Von den Rubriken zu Kindern sind die spezifischen sehr drastisch: das zwergenhafte, kleinwüchsige Kind, bei dem ein Siebzehnjähriger aussieht wie ein Kind, und die Gedeihstörung, bei der das Kind wie ein alter Mann aussieht, nicht gewachsen ist, schlaffe Glieder und runzelige Haut hat und dessen Schädelknochen bei der Geburt überlappt waren. Neugeborene weinen ständig, Säuglinge unmittelbar nach der Geburt.

Zusammenfassung

Das Bild von Syphilinum verbindet die nächtliche Furcht und den Kontrollzwang mit einem Zerfall von Gedächtnis und Sprache, einer Beziehungslosigkeit und Hoffnungslosigkeit und mit schweren Entwicklungsstörungen bei Kindern. Die Single-Rubriken zum Gedächtnis, zum Erwachen und zur Beziehungslosigkeit sind die klarsten Marker. Ein King-Pin-Symptom ist in den vorliegenden Daten nicht ausgewiesen.

Alle Rubriken dieses Mittels, die Arzneimittellehre und die Fallarbeit finden Sie in Rathmer’s Repertorium.

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