Repertorium › Arzneimittel im Repertorium
Taxus baccata (Tax.)
Taxus baccata (Tax.) steht im Repertorium in 350 Rubriken. Davon sind 4 Single-Rubriken, in denen nur dieses Mittel steht, und 16 kleine Rubriken mit höchstens zwei weiteren Mitteln. Die Datenlage ist damit dünn: Die meisten Rubriken sind breit besetzt und liegen bei Fehlern, Furcht, Gleichgültigkeit, Wahnideen und Reizbarkeit. Die wenigen spezifischen Rubriken zeichnen das Bild eines Menschen, der um sich selbst kreist, zwischen Eile und Zeitlosigkeit schwankt und zwischen höherer Bewusstheit und weltlicher Existenz zerrissen ist.
Gedanken um das eigene Selbst
Das deutlichste Thema ist die Selbstbezogenheit. Die Rubriken halten fest, dass die Person Gedanken an sich selbst zerstreuen möchte, von den Gedanken an sich selbst abgelenkt werden will und an nichts anderes als an sich selbst denken kann. Damit verbunden ist die Traurigkeit wie durch eine Beleidigung. Die kleine Rubrik zur Einsicht, voller Einsicht zu sein, steht daneben, ebenso das Festhalten an Meinungen und Entscheidungen.
Zwischen höherem Bewusstsein und Alltag
Eine der wenigen Rubriken, die den Kern des Mittels berühren, ist der Konflikt zwischen der höheren Bewusstheit und der weltlichen Existenz. Hierzu passt, dass die Person für Dinge des Alltags vergesslich ist und abends geistesabwesend oder zerstreut wirkt. Eine Furcht betrifft die Pflichten: Die Person fürchtet, ihren Pflichten nicht mehr nachkommen zu können.
Zeit, Eile und Antrieb
Nur dieses Mittel steht bei dem Gefühl von Zeitlosigkeit sowie bei Eile und Hast vor den Menses; diese beiden Rubriken erscheinen jeweils zweimal unter verwandten Hauptrubriken. Der Antrieb schwankt: Das Verlangen nach Aktivität wechselt mit Schwäche, und plötzlich stellt sich Faulheit ein. Als Single-Rubrik steht die Wahnidee, in Ruhe zu schwanken.
Streit und Selbstbild
Im Umgang zeigt sich eine kritische Gereiztheit. Verzeichnet sind Streitsucht bei Kleinigkeiten und eine tadelsüchtige, krittelige Stimmung am Abend. Auffällig ist die Rubrik zu den Medikamenten, die die Person nur vortäuscht einzunehmen und meist wegschüttet, bei zugleich dem Verlangen, große Mengen davon zu schlucken. Die Wahnidee, ein Nest zu bauen, ergänzt die Rubriken zum Rückzug.
Zusammenfassung
Das Bild von Taxus baccata bleibt wegen der geringen Zahl spezifischer Rubriken knapp. Es verbindet das Kreisen um das eigene Selbst, den Konflikt zwischen höherer Bewusstheit und Alltag und ein Schwanken zwischen Eile und Zeitlosigkeit mit einer Neigung zu Streit und Kritik. Ein King-Pin-Symptom ist in den vorliegenden Daten nicht ausgewiesen; einzelne Aussagen sollten bei dieser Datenlage zurückhaltend gewichtet werden.
Alle Rubriken dieses Mittels, die Arzneimittellehre und die Fallarbeit finden Sie in Rathmer’s Repertorium.
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