Repertorium › Arzneimittel im Repertorium

Triticum vulgare (Tritic‑vg.)

Triticum vulgare (Tritic‑vg.) steht im Repertorium in 494 Rubriken. Davon sind 8 Single-Rubriken, in denen nur dieses Mittel steht, und 34 kleine Rubriken mit höchstens zwei weiteren Mitteln. Die Datenlage ist dünn: Die meisten Rubriken liegen bei Furcht, Fehlern, Angst, Gedächtnis, Reizbarkeit und Traurigkeit. Die spezifischen Rubriken zeichnen das Bild eines Menschen, der Kinder, Natur und Farben liebt, nach Ordnung strebt, die Wünsche anderer erfüllen zu müssen glaubt und sich von sich selbst entfremdet fühlt.

Natur, Kinder und Farben

Mehrere Rubriken betreffen die Zuwendung zu Natur und Kindern. Nur dieses Mittel steht bei der übermäßigen Freude an der freien Natur und beim Verlangen nach der Gesellschaft von Kindern. Dazu kommen die Liebe zu Pflanzen, das Blicken auf die Sterne am Himmel, Lachen im Freien und Pfeifen aus Fröhlichkeit. Die Farben bilden eine eigene Gruppe: Verlangen nach Orange allein für dieses Mittel, nach Violett und nach Farben überhaupt. Die körperliche Arbeit macht froh.

Ordnung, Grenzen und Entfremdung

Eine zweite Linie betrifft das Selbst. Die Person verlangt danach, Ordnung in das eigene Leben zu bringen, glaubt, die Wünsche anderer erfüllen zu müssen, und ist von sich selbst entfremdet. Gedanken drängen bei der Arbeit auf sie ein und schwirren durcheinander, und sie hat die Neigung, Grenzen zu respektieren. Die Bewusstheit für die eigenen Gedanken und Gefühle ist nur bei diesem Mittel erhöht. Spontan ist die Person beim Einkaufen. Die Reizbarkeit richtet sich gegen die Unaufrichtigkeit und Falschheit anderer Menschen.

Furcht und Traurigkeit

Die Furcht ist breit gefächert: Verzeichnet sind die Furcht vor Unfällen mit dem Auto, die Furcht, der Fötus werde sterben, die Furcht vor Schlafmangel und die Furcht, die Tür könnte verschlossen sein. Die Angst gilt geliebten Personen, und nur für dieses Mittel steht das Nachdenken über den Tod des Vaters. Die Traurigkeit wechselt mit Redseligkeit, tritt nach der Redseligkeit, nach dem Frühstück und nach einem Streit mit dem Ehepartner auf. Das lange, fortgesetzte Sprechen bessert die Beschwerden.

Unruhe und Kleineres

Die Ruhelosigkeit zeigt sich im Hin-und-her-Gehen und im Auf-und-ab-Laufen; Kopfschmerzen verlangen dagegen Stille und Ruhe. Die Stumpfheit tritt nach dem Frühstück auf und bezieht sich auf das Gehörte, am Morgen herrscht Schweregefühl. Nach der Entbindung besteht eine Abneigung gegen Gesellschaft, und bei Babys findet sich der Arsen-Zustand. Eine Rubrik nennt das Verlangen, Tiere zu töten, eine andere, ständig dasselbe zu fragen, nämlich nach der Zeit.

Zusammenfassung

Das Bild von Triticum vulgare bleibt wegen der wenigen Single-Rubriken knapp. Es verbindet Freude an Natur und Kindern mit dem Streben nach Ordnung, dem Gefühl, anderen genügen zu müssen, und einer Furcht, die sich auf Unfälle, Schlafmangel und die Sicherheit bezieht. Ein King-Pin-Symptom ist in den vorliegenden Daten nicht ausgewiesen; einzelne Aussagen sollten bei dieser Datenlage zurückhaltend gewichtet werden.

Alle Rubriken dieses Mittels, die Arzneimittellehre und die Fallarbeit finden Sie in Rathmer’s Repertorium.

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