Repertorium › Arzneimittel im Repertorium

Veratrum viride (Verat‑v.)

Veratrum viride (Verat‑v.) steht im Repertorium in 187 Rubriken. Davon sind 9 Single-Rubriken, in denen nur dieses Mittel steht, und 13 kleine Rubriken mit höchstens zwei weiteren Mitteln. Die Schwerpunkte liegen beim Delirium, den Wahnideen, den Kindern, der Geisteskrankheit, den Gesten und der Manie. Aus ihnen ergibt sich das Bild einer schweren geistigen Erkrankung, besonders im Wochenbett, mit Ablehnung jeder Behandlung.

Wochenbett

Die Single-Rubriken verbinden mehrere Zustände mit der Entbindung: halbbewusster Zustand nach Erregung während der Entbindung, Manie mit Konvulsionen nach der Entbindung, Furcht vor Vergiftung bei Puerperalmanie. Eine kleine Rubrik nennt die Gedächtnisschwäche nach Konvulsionen im Wochenbett.

Ablehnung der Medizin

Bei Geisteskrankheit verweigert die Person Medizin und weicht allen Strategien aus, sie einzunehmen. Sie weigert sich, aufzustehen und sich anzukleiden, ohne Grund zu nennen, und ist abweisend. Manche Kranke sind still und leise.

Delirium und Körper

Das Delirium folgt auf Pocken; Fliehen tritt bei Meningitis cerebrospinalis auf, Schreien bei Erysipel. Die Hände sind im Delirium unruhig, und die Person schlägt sich auf die Brust. Die Rede ist unverständlich, mit offenen Augen. Unter den Wahnideen steht, dass die Kleidung nicht passen würde und alles zu verstehen sei; eine Single-Rubrik hält klaren Verstand für vergangene, mysteriöse Dinge fest.

Zusammenfassung

Verat‑v. zeigt eine schwere Verfassung aus Delirium und Manie mit Bezug zum Wochenbett und mit Weigerung, sich behandeln zu lassen.

Alle Rubriken dieses Mittels, die Arzneimittellehre und die Fallarbeit finden Sie in Rathmer’s Repertorium.

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