Repertorium › Arzneimittel im Repertorium

Viola odorata (Viol-o.)

Viola odorata (Viol-o.) steht im Repertorium in 172 Rubriken. Davon sind 15 Single-Rubriken, in denen nur dieses Mittel steht, und 7 kleine Rubriken mit höchstens zwei weiteren Mitteln. Die Schwerpunkte liegen bei Einbildungen, Aktivität, Empfindlichkeit und Gedanken, dazu bei der Musik. Das Bild ist das eines regsamen, leicht zu beeindruckenden Geistes, den vor allem die Geige aus dem Gleichgewicht bringt.

Musik und Geigenklang

Die auffälligste Gruppe gilt der Geige. Nur hier verzeichnet sind die Empfindlichkeit gegen Geigenspiel und gegen Violinmusik, die Abneigung gegen Geigenspiel und die Reizbarkeit durch Geigenspiel. Eine Reaktion von dieser Genauigkeit zeigt, wie fein das Mittel auf einen bestimmten Klang anspricht. Auch die Stimme ist betroffen, denn sie wird als „Stimme – schrill – langsam und weich“ beschrieben.

Regsamer Geist

Die geistige Aktivität erscheint in mehreren Formen: emotional, begleitet von Gedächtnisschwäche und Kopfschmerzen, oder als Verlangen nach emotionaler Aktivität. Bei Schweiß werden die Gedanken klar und die Einfälle reichlich. Die Einbildungen sind übertrieben und hochfliegend, launisch und unbeständig, und sie verschwinden schnell. Kinder begreifen rasch. Wer so schnell aufnimmt und so schnell wieder loslässt, hat es offenbar mit einer Fülle zu tun, die sich nicht fassen lässt; dazu passt die Single-Rubrik „Gedanken – krankhaft – verhindern, kann es nicht“.

Beeindruckbarkeit und Schmerz

Frauen und Mädchen sind leicht für Eindrücke empfänglich und bestimmbar. Die Furcht ist als schmerzhafte Furcht verzeichnet, die Atmung wird durch Schmerz verschlimmert, und Hysterie erscheint bei tuberkulösen Patienten. Daneben stehen das Pfeifen mit tiefer, sanfter Stimme und das Stirnrunzeln mit zusammengezogenen Augenbrauen.

Zusammenfassung

Viola odorata zeigt sich als aufnahmebereiter, reizbarer Geist, der rasch Einfälle und Einbildungen hervorbringt und dem der Ton der Geige besonders zusetzt.

Alle Rubriken dieses Mittels, die Arzneimittellehre und die Fallarbeit finden Sie in Rathmer’s Repertorium.

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